Dienstag, 1. Dezember 2009

WASS´N DAS?


photography: copyright joerg lehmann


VATER UND SOHN

 
photography: copyright joerg lehmann

HIRE ZAKÉ





vielleicht könnte man die flossen auch zum anreichern eines dashi (fonds) verwenden

photography: copyright joerg lehmann


ein HAIKU sagt:

ich kann sie heute abend nicht sehen
ich gebe sie auf 
also werde ich fugu essen 

subtil ist er, giftig nur wenn er falsch zubereitet wird. die subtilität drückte jemand so aus:
"der fisch ist so subtil wie der frühlingsregen, der auf einen stein fällt". auch ist es dem kaiser als einzigem japaner gesetzlich verboten fugu zu essen. die realtät für alle nichtkaiser sieht viel besser aus als man annehmen würde: es stirbt niemand wenn der fisch von einem fugumeister zubereitet worden ist. das war nicht immer so. schon zu samuraizeiten gab es verbote ihn zu verzehren, da er keine sachgemässe behandlung erfuhr.

ein ungewöhnliches rezept ist dieses:
hat man dummerweise keinen frischen fisch zur hand, möchte aber trotzedem fugu schlucken, kauft man die überall auf märkten in japan erhältlichen fuguflossen. hübsch verpackt sind sie für ca. 2000 YEN zu bekommen. 

rezept:

den saké in einem bain marie erhitzen
die fuguflossen über einem kamin oder herdfeuer rösten
danach gebe man die gerösteten flossen in den saké. das glas sollte mit einem deckel verschlossen werden und die fuguflossen können somit ca. 10 minuten marinieren.
besonders zu empfehlen in kalten wintertagen. das freut sich herz und seele, und sterben kann am davon sowieso nicht.




Montag, 30. November 2009

SIND FLUSSKREBSE TRANSSEXUELLE OPPORTUNISTEN?


photography: copyright joerg lehmann

... diese fragestellung finde ich gerade im internet. die sueddeutsche ist doch sehr vielseitig und beschäftigt sich mit der sexuellen ausrichtung von krebsen ... siehe link. wenn man dann garnichts anderes mehr machen muss im leben, sind derartige texte die richtige therapie. wie wäre es mit reflexionen zum fusspilze von fliegenfischen oder hornhautentzündungen der südschweizerischen bergziege? 
für flusskrebsfans des nordens, empfehle ich eine sommerliche reise nach finnland. da gibt es sie für banale 10 euro pro stück. schick in wasser gekocht und mit dill versehen machen die was her. ob sie schwul sind oder hetero spielt dann keine rolle. schmecken tun sie doch!

MACARON DE PARIS








photography: copyright joerg lehmann

wer weiss wo die kleinen mandeldinger wirklich herkommen. die einen behaupten, catherina de medici hätte sie aus italien eingeschleppt, die anderen sagen, sie sind im baskenland geboren und folglich ludwig XIV zu seiner hochzeit 1660 offeriert worden. 
was wir heute wissen ist, dass sie zwischen beverly hills und roppongi ihren siegeszug durch die welt geschafft haben und in allen nur denkbaren farben und geschmacksrichtungen den weg zum leckermaul finden. die grossen pioniere sind hier bekanntlich pierre hermé und die firma ladurée. sie zeichnen die moderne welt der macarons auf und geben ihnen einen teint der modewelt, eine eintrittskarte in die salons der reichen und schönen. präsentiert werden sie wie quartiersche diamanten in kleinen schatullen, versteckt in seidenen papieren und wären sie nicht zum essen, würde es leute geben, die die saisonal wechselnden saveure sammeln würden. rein in den tresor und zu die tür! nein, so weit geht es nicht. kaufen, essen und glücklich sein. 
bonne dégustation!

Samstag, 28. November 2009

SONNENFRÜCHTE


so simpel wie schön: früchte im tresor. vielleicht überwacht von videokameras ... der früchteklau kann hier teuer werden. mal eben ne erdbeere aus dem regal probieren wie bei uns, no way!!!!!!!!



15 tochiotome erdbeeren nett verpackt für stolze 115 euro. da passt noch was. sie werden insbesondere in kyushu angebaut und sind beliebt für ihre sehr grosse form, ihre schönen roten farbtöne und den hohen zuckeranteil.

photography: copyright joerg lehmann


immer wieder wird behauptet, dass man in japan erdbeeren kaufen kann, die das stück bis zu 6 euro kosten können. und es stimmt! aber eben nicht immer. auf normalen märkten oder depatos (department stores) gibt es saisonales und exotisches zu ganz normalen preisen. 
wie aber auch bei uhren, hat man die wahl zwischen swatch und IWC.
einer dieser exklusiven fruchtläden in tokyo, befindet sich im vor 2 jahren eröffneten TOKYO MIDTOWN. mehrere hundert quadratmeter mit fressläden, bevorzugt französiche chocolatiers wie jean-paul hevin oder der japaner sadaharu aoki, verführen die shoppende japanerin zu "unvernünftigen" naschereien.
bei SUNFRUITS liegen nun die früchte der begierde wie rubine in den gekülten vitrinen und nennen sich auch fruitgallery. jede frucht hat platz zum atmen, ein licht zur perfekten selbstdarstellung und natürlich somit einen prominenten auftritt. künstlich oder natürlich fragte ich mich bei dem besuch der gallery und war über die makellosigkeit der objekte überrascht. 
hier kauft man früchte wie in deutschland den lederüberzug für seine kopfstützen der 7ner reihe. es ist aber keine palastrevolte nötig, you get what you see und zumindest ist es dann doch besser wenn sich die qualität mit dem preis einig ist. und die stimmt hier.


bei sunfruits hat die internetseite einen interessanten service zu bieten. zwar ist das surfen auf japanisch etwas kompliziert, erzählt aber relativ einfach, wann welche frucht saison hat. warum aber gerade jetzt die tochiotome erdbeer sich in voller saison befindet, konnte mir niemand beantworten. 

OKONOMIYAKI


yoshitsune hat die grösste!

photography: copyright joerg lehmann


jappaner sind gesellige menschen und dies besonders beim essen und trinken. sie arbeiten nicht nur gern zusammen, sie gehen vorallem gern in gruppen aus und entspannen sich bei allerlei füllereien. eines dieser gerichte, die man zusammen "erarbeiten" kann, ist das OKONOMIYAKI. auf einer heissen platte (teppan) werden zutaten wie wasser, kohl, dashi, ei, crevetten, huhn, fleisch und auch bonitoflocken vermischt und ergeben eine art omelett (fälschlicherweise auch als pizza bezeichnet). man unterscheidet OKONOMIYAKI aus zwei verschiedenen regionen. die aus der region kansai (osaka) und aus hiroshima. hier sind die zutaten und die zubereitung unterschiedlich. 
man sitzt also um die heisse platte herum, trinkt saké und viele biere. bei yoshitsune im restaurant TSUKI-MI, im stadteil AZABU von tokyo geht es besonders rund. mit einer überdimensionalen pfeffermühle wird der service aufgepeppt. besondere aufmerksamkeit bekommt auch der mayonaisenkollege. er spritzt das finale mayomuster aus 2 meter entfernung auf das fertige gericht. spass garantiert und abend gerettet.

restaurant TSUKI-MI
geöffnet täglich von 17h bis 23h
tel.: 03-3441-9797
metrostation: HIROO, hibiya line
aus der richtung ginza kommend, strasse überqueren und am weinshop der kreuzung die belebte caféstrasse HIROO SAMPO DORI hochgehen. das restaurant ist etwas versteckt im 2. stock nach ca. 100 metern.

der stadtteil azabu ist der hangout der expats in tokyo und eine mischung aus sylt, st. tropez, 16.arr., blankenese, harvestehude und anderen grossbürgerlichen stadtteilen der welt, wo man schadlos den maybach zum cafétrinken bewegt ohne besonders auffällig zu werden. man sitzt hier unweit der metro gut im café segafreddo und freut sich über das mondäne treiben der botschaftsangehörigen und riskmanagerhedgefondsgeldverbrenner. bei cappucinolattémacchiato hat die welt ein neues zentrum. nämlich hier! :-)

Donnerstag, 26. November 2009

SAG ES MIT HOLZ



in tokyo midtown mit seinen luxusboutiquen und highend naschläden, fällt zur zeit die künstlerin MARIE YAMAMOTO mit ihrer ungewöhnlichen installation "VENDING MACHINE - A JAPANESE EVERY DAY SCENE " auf. die zwei trinkautomaten, samt ihrem müllbehälter, sind komplett aus holz gearbeitet; ebenso die dazugehörigen dosen. 

photography: copyright joerg lehmann
art work: marie yamamoto

Mittwoch, 25. November 2009

TOKYO TREND


photography: copyright joerg lehmann


die spinnen die japaner. wir wissen bereits, dass sie ein markenbewusstes volk sind. dass sie jetzt aber den neuen trend erfunden haben, eier zu tätowieren, ist dann doch ein bisschen stark ...
auf dem photo das fundstück vom tsukiji markt.

Dienstag, 24. November 2009

WER WAR LUIS TORO?


photography: copyright joerg lehmann


1: erster andalusischer stierkämpfer mit japanischen vorfahren
2: film colonel in uniform mit oberlippenbart
3: thunfischmillionär aus acapulco (um 1957)

dalli dalli ...

Montag, 23. November 2009

HAIRCRAB


hier zusammengebunden auf eis


photography: copyright joerg lehmann


die auswahl ist gross in TSUKIJI. nicht nur exotische fische werden hier gehandelt, auch jegliche art muscheln und krabbeltiere, je nach saison. zur zeit ist die HAIRCRAB auf dem markt. ein relativ grosses schalentier,  welches meines wissens in europa nicht zu haben ist.
die haircrab kommt unter anderem aus der beringsee, den sachalininseln oder dem nördlichen teil japans, hokkaido. die lebt in tiefen gewässern und bevorzugt temperaturen von unter 15 grad.

sachalin war ab dem 19. jahrh. eine russische strafkolonie und ist heute objekt grossen energiehungers in asien. hier liegen grosse flüssigerdgas und erdölvorkommen. sachalin liegt ca. 10000 km entfernt von moskau.

beliebt ist die haircrab vor allem in japan und china. in china wird sie "steamed" gegessen,  mit etwas chinesischem reisessig und dünnen ingwerscheiben.

DIE TRAUBEN DANACH


photography: copyright joerg lehmann